Louise Rumpf | 9 Jul 2012 20:53
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Re: EU-PSI-Richtlinie zur Nutzung von Daten aus öffentlichen Einrichtungen

Liebe Liste,

dies ist der - zugegebenermaßen etwas polemische - Versuch, meine Sprachlosigkeit über die
DBV-Stellungnahme zu überwinden. Da sich hier mittlerweile einige Leute dazu zu Wort gemeldet habe,
schließe ich mich mit copy&paste aus einem ursprünglich bei Google+ geposteten Beitrag an (dort
würden ihn nämlich wieder nur die üblichen Verdächtigen lesen).

Beste Grüße
Louise Rumpf

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https://plus.google.com/u/0/112106557394814935278/posts/PToVFMuewMh

Ich habe eben mit zunehmendem Gruseln die Stellungnahme des dbv zur PSI-Richtlinie gelesen. Die scheinen
in einer ganz anderen Welt zu leben als ich - und die, in der ich lebe, gefällt mir deutlich besser. Ein paar
Punkte (es ist letztendlich doch länger geworden, als ich ursprünglich geplant hatte):

- War da nicht mal was mit dem DBV und der Berliner Erklärung? Ich kann mich nicht entsinnen, dass da nur von
Metadaten die Rede war.

- Katalogdaten als "kulturneutrale Informationen" ist WIE gemeint?

- "Wir sehen eine ernsthafte Gefahr, dass Kulturgüter sonst in Zusammenhängen nachgenutzt würden,
die ihrem ideellen Wert nicht entsprechen würden. Man muss sich beispielsweise den Gebrauch von
theologischen Schriften zu irgendwelchen Dekorationszwecken vorstellen oder den möglichen
Missbrauch von nationalsozialistischem Schriftgut zu gewerblichen Zwecken, um die Auswirkungen der
geplanten Änderung abzuschätzen."
Die lila Trennwände der (privat betriebenen) Stabi-Cafeteria in München zieren...genau, dunkellila
Abbildungen von Handschriften. Ohne wissenschaftlichen Kontext, ausschließlich zu Dekozwecken.
(Continue reading)


Gmane