Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan

Hallo,
ich bin interessiert an Freifunk über eine längere Strecke, mehrere
Kilometer, ohne Sichtkontakt.
Gibt es jemand, der Alternativen zu WLan hat? Durch die (sehr) begrenzte
Sendeleistung ist mit den besten Antennen, so weit ich weiß, keine
Verbindung über mehrere Kilometer ohne Sichtkontakt möglich.

Was ich gefunden habe:
CB-Funk mit packet-radio: langsam, veraltet, kaum noch verbreitet.
XBee(Pro): Reichweite bis ~50Km, schnell, einfache Handhabung, in
Deutschland aber starke Begrenzung der Sendeleistung.

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L. Aaron Kaplan | 13 Jun 2012 14:43
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Re: Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan

Tipp: mach eine Amateurfunkpruefung.
Ohne Scherz, das ist eines der besten Dinge in dem Bereich, weil es dir einfach sehr viele Moeglichkeiten eroeffnet.

On Jun 13, 2012, at 2:12 PM, moony@... wrote:

> Hallo,
> ich bin interessiert an Freifunk über eine längere Strecke, mehrere
> Kilometer, ohne Sichtkontakt.
> Gibt es jemand, der Alternativen zu WLan hat? Durch die (sehr) begrenzte
> Sendeleistung ist mit den besten Antennen, so weit ich weiß, keine
> Verbindung über mehrere Kilometer ohne Sichtkontakt möglich.
> 
Vor allem durch die hohe Frequenz.

> Was ich gefunden habe:
> CB-Funk mit packet-radio: langsam, veraltet, kaum noch verbreitet.
> XBee(Pro): Reichweite bis ~50Km, schnell, einfache Handhabung, in
> Deutschland aber starke Begrenzung der Sendeleistung.
> 
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Daniel | 13 Jun 2012 23:02
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Re: Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan

Am Mittwoch, den 13.06.2012, 14:43 +0200 schrieb L. Aaron Kaplan:
> 
> Tipp: mach eine Amateurfunkpruefung. 

Das bringt Dich aber in Sachen Datenübertragung nicht weiter. Nutzdaten
zu übertragen ist im Amateurfunk nämlich nicht erlaubt. 

Cheers
Daniel

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L. Aaron Kaplan | 13 Jun 2012 23:21
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Re: Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan


On Jun 13, 2012, at 11:02 PM, Daniel wrote:

> Am Mittwoch, den 13.06.2012, 14:43 +0200 schrieb L. Aaron Kaplan:
>> 
>> Tipp: mach eine Amateurfunkpruefung. 
> 
> Das bringt Dich aber in Sachen Datenübertragung nicht weiter. Nutzdaten
> zu übertragen ist im Amateurfunk nämlich nicht erlaubt. 

jein. Ueber's Wetter wird man reden duerfen ;-)
TCP-over-weather-data waere mal was haha.

Aber im ernst: ich habe seine Frage nicht so aufgefasst, dass er Nutzdaten uebertragen will, sondern dass
er zuerst einmal an sich an dem technischen Experiment interessiert waere. 
Aber selbst wenn er ausschliesslich an Nutzdaten interessiert waere, dann ist das Wissen, das man beim
Lernen fuer diese Pruefung erwirbt trotzdem viel wert.

Zum Beispiel wuerde man dabei lernen, welche Frequenzbaender existieren, was fuer
Ausbreitungsbedingungen dort vorherrschen und gemeinsam mit dem Shannon Theorem kann man sich dann
auch ausrechnen, wie viel Bandbreite man theoretisch da drueber bekommen wuerde und welche
Sendeleistung man braucht. Man lernt auch, wo interessante leere Frequenzbereiche sind und wo sonst
noch ISM Baender sind, bzw. wo man fuer experimentelle Frequenzzuteilungen ansuchen muss (hint hint).

Das sind halt so alles Dinge, die man als normaler Freifunker mit WLAN nicht so unbedingt weiss, die aber
fuer die Planung von (kommerziellen oder Amateurfunk-) Links unabdingbar sind.

Meiner Erfahrung nach... ich mag ja niemandem was einreden.

lg,
(Continue reading)

nkishi | 13 Jun 2012 23:28
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Re: Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan


berlin 120613

gute idee. aber vergiss das mit dem cb-funk. ich habe keine guten
erfahrungen damit gemacht. ist meiner meinung nach viel zu langsam. hat
was mit der physik zu tun. hoer dich mal um in der digi funk gemeinde.
ohne grundlegende veraenderungen wird das ein lahmer hund.
besser ist bei der uebertragung licht oder ein schnoedes kabel, bedeutet
klingeldraht, zu verwenden.

gruss
6/66'
Simon Mößner | 14 Jun 2012 08:49
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Picon

Re: Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan

Morgen zusammen,

ich werf einfach mal HAMNET mit in die Diskussion ein ohne mich mehr 
damit auzukennen.

http://www.amateurfunk-wiki.de/index.php/Kategorie:HAMNET
http://de.wikipedia.org/wiki/HamNet

Mfg

Simon

Am 13.06.2012 23:28, schrieb nkishi:
> -----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
> Hash: SHA1
>
> berlin 120613
>
> gute idee. aber vergiss das mit dem cb-funk. ich habe keine guten
> erfahrungen damit gemacht. ist meiner meinung nach viel zu langsam. hat
> was mit der physik zu tun. hoer dich mal um in der digi funk gemeinde.
> ohne grundlegende veraenderungen wird das ein lahmer hund.
> besser ist bei der uebertragung licht oder ein schnoedes kabel, bedeutet
> klingeldraht, zu verwenden.
>
> gruss
> 6/66'
> -----BEGIN PGP SIGNATURE-----
> Version: GnuPG v2.0.4-svn0 (GNU/Linux)
> Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org/
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elektra | 15 Jun 2012 13:45
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Re: Langstreckenfreifunk / Alternative zu WLan

Hi -

das Problem beim CB-Funk ist die geringe Modulationsbandbreite, welche die Regulierungsbehörde
vorsieht. 4 Watt FM und 12 Watt PEP bei SSB sind mittlerweile ganz nett. Aber das 11 Meter-Band ist ein
Schrott-Band. Meistens weit oberhalb der Grenzfrequenz für die Raumwelle. Immerhin gilt für die
Bodenwelle Sichtlinie plus 10%. Damit sind je nach Standort zig Kilometer drin. 

Wenn mal das 11 Meter-Band unterhalb der MUF liegt, dann muß man mit massiven Störungen rechnen. Eine
zuverlässige Datenübertragung geht zu Zeiten erhöhter Sonnenaktivität nur in den Nachtstunden.

Das beste, was man mit vertretbarem Aufwand im CB-Funk im legalen Rahmen AFAIK rausholen kann, sind 33,6
kBit Voll-Duplex. Dazu baut man eine Voll-Duplex Verbindung über zwei standleitungs-fähige Modems,
zwei Gabelschaltungen und 4 CB-Funk-Geräte mit 4 Antennen (oder zwei sehr teure RF-Zirkulatoren) für
eine Punkt-zu-Punkt Verbindung. Störungen sind aber eher die Regel als die Ausnahme.

Ein ziemlich großer Aufwand, geht aber. Für Internet auf einer weit abgeschiedenen Insel würde ich das
ja machen, wenn ich da wohnen würde, wenn es um "besser als nichts" geht.

Es geht im 11 Meter-Band auch schneller mit mehr Bandbreite, aber nur auf kurze Entfernung. Für
SRD-Geräte im 27 MHz-Band sind auch viel größere Modulationsbandbreiten zugelassen, aber nur bei
10mW effektiver Sendeleistung. Kann man also auch vergessen.

Es ist keine schlechte Idee, neue Menschen für den Amateurfunk zu interessieren, jedoch stehen IMHO die
dazugehörigen (und völlig überkommenen) Gesetze dem im Weg. Amateurfunker können zwar mit dem Rest
der Welt drahtlos kommunizieren, aber sie dürfen eben nicht kommunizieren was und wie sie wollen. Seit
es das Internet gibt, sind die Funkamateure in diesem Sinne keine privilegierte Gruppe mehr. Sie dürfen
und durften früher kostenlos und länglich mit dem Rest der Amateurfunkwelt kommunizieren, als es noch
unbezahlbar war, aber nichts wirkliches sagen. Ausser über das Wetter und über die Funktechnologie.
Die Analogie zum Amateurfunker wäre ein Angler, der jeden Fang unverrichterter Dinge wieder ins Wasser
werfen muß. Die Gesetzeslage ist dringend reformbedürftig.
(Continue reading)


Gmane